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Studie zu Wohnraumnachfrage in Poing

17.01.2013 > In einem Pressegespräch zu der vor einer Woche veröffentlichten Studie der TU München „Wohnungsnachfrage im Großraum München“ analysierten der Erste Bürgermeister Poings Albert Hingerl und der Sprecher der ARGE Poing „Am Bergfeld“ Helmut Sloim unter Moderation von allmender die Ergebnisse für den Standort Poing.

Eines der einzeln beleuchteten Untersuchungsgebiete war der „Zauberwinkel“ in Poing, in dem seit 2009 Wohnraum für circa 1.400 Menschen geschaffen wurde, und wo mit dem „Seewinkel“ in den kommenden Monaten weiterer Wohnraum für etwa 1.500 Menschen entsteht. Im Ganzen wurden 1.800 Wohnungsfinder in München und dem Umland für die Studie befragt. Aus dem Zauberwinkel beteiligten sich 50 Wohnraumfinder, ein deutlich überdurchschnittlichen Rücklauf im Vergleich zu den anderen Untersuchungsgebieten.

Unterm Strich kommt die Studie zu dem Ergebnis, dass Zentralität das wichtigste Kriterium bei der Wohnraumsuche in München und dem Umland ist. Die Suche beginnt in den meisten Fällen mit dem Wunsch nach Zentralität (City München), bei diesem Kriterium werden im Laufe der Suche jedoch auch die meisten Abstriche gemacht. Gerade Familien mit Kindern werden dabei eher in die Region abgedrängt. Denn sie finden bezahlbaren Wohnraum im Münchner Umland. Die Studie bezeichnet diesen Prozess als „Crowding out“. Im Detail fasst die Studie den Suchverlauf derjenigen, die schlussendlich in Poing fündig werden, mit 14 Monaten als zeitlich besonders lang und den Raum, der abgesucht wird, als besonders weit zusammen. „Im Suchverlauf finden sich Suchstandorte in der Stadt München wie auch entlang der verschiedenen S-Bahn-Strecken in die östliche Region. 51 Prozent der Poinger Wohnungsfinder haben ihren vorherigen Wohnstandort in der Region, 49 Prozent im Stadtgebiet München. Der Anteil der Befragten, die zuvor im Stadtgebiet innerhalb des Mittleren Rings gewohnt haben, ist mit 29 Prozent besonders hoch. Der Umzug aus dem innerstädtischen München nach Poing ist ein klares Muster in den Suchgeschichten“, lautet das Fazit der Studie.

Durch die Konzentration auf eine Zielgruppe – die der jungen Familien – ist es Poing mit der Entwicklung des Wohnstandorts „Am Bergfeld“ gelungen, gezielt auf deren Bedürfnisse einzugehen: Ausreichendes Platzangebot im Eigenheim, vielseitige Kinderbetreuung, angrenzende Grünflächen, Freizeit- und Kulturangebot. Dem Wunsch nach Zentralität soll hier mit einer schnellen Erreichbarkeit der Münchner City durch den öffentlichen Nahverkehr nachgekommen werden.

Süddeutsche Zeitung
Ebersberger Zeitung

 

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